

Details:290 g, 190 x 120 x 11 mm
Speicher:512 MB, erweiterbar
Display:6 Zoll, 600 x 800, eInk, Touchscreen
Verbindung:USB, WLAN
Formate:pdf, mobi, epub, txt, doc, html, rtf jpg, gif, png, tif mp3
DRM-Formate:Adobe pdf+epub
Extras:Schreibfunktion, Handschrifterkennung, Browser, Musik-Player
Das vom chinesischen Hersteller Onyx produzierte Boox 60 überzeugt durch umfangreiche Funktionen. Aber Onyx und eine Entwicklergemeinde bessern ständig nach, um das Boox 60 weiter zu verbessern. So wird die Entwicklungsluft nach oben für die Chinesen immer dünner.
Steuerbar ist das Boox ausschließlich über einen Wacom-Stift, mit dem Markierungen sowie handschriftliche Notizen auf dem Display möglich sind. Zudem verfügt das Boox 60 über eine komfortabel zu bedienende virtuelle Tastatur. Der Touchscreen selbst überzeugt durch eine weitgehend spiegelungsfreie Anzeige. Eine so schnelle Reaktionszeit und einen so hohen Kontrast wie das neue Pearl-eInk-Display, das z.B. im Sony PRS 650 und im Kindle 3 zum Einsatz kommt, bietet das Onyx Boox 60 aber nicht.
Das Boox mit Mini-Browser
Unter die ansprechende, in schlichtem weiß gehaltene Oberfläche hat Onyx weitere Features gepackt: So verfügt es über ein WLAN-Modul. Einen WLAN-Hotspot vorausgesetzt, kann der User mit dem Boox 60 auf dem Mini-Browsers im Internet surfen. Onyx hat als erster Hersteller überhaupt einen Brow in einem eBook Reader verbaut, auch wenn der Surfspaß auf eLesegeräten nicht wirklich groß ist.
Anfangs war die Firmware des Onyx Boox 60 fehleranfällig, eine Suchfunktion fehlte gänzlich. Hier hat Onyx mittllerweile gut nachgearbeitet; und mit dem Open Source SDK Projekt steht Entwicklern weiterhin die Möglichkeit offen, an der Fortentwicklung der Firmware mitzuwirken und eigene Applikationen zu entwickelen.
Warten auf weitere Software-Features
Mittlerweile verfügbar sind ein RSS-Feed, ein Rechner und die ein oder andere weitere Software-Funktion. Mit den laufenden Software-Updates wurden zudem weitere Dateiformate (Office-Dokumente), eine text-to-speech-Funktion und eine Handschrifterkennung ergänzt. Auch an der Exportierbarkeit der Notizen wird gearbeitet.
Für einen 6-Zoll großen eReader ist das Boox mit 290 Gramm relativ schwer, was angesichts der verbauten Technik aber logisch ist. Alternativen sind das baugleiche BeBook Neo, das ein besonderes eBook-Shopping Feature bietet, das Pocketbook 602, der Acer LumiRead oder der iRiver Cover Story. Wer mit weniger Software-Funktionen auskommt kann auch zum Thalia Oyo greifen.
Als das Onyx Boox 60 auf den Markt kam, war es technisch unerreicht. Doch mittlerweile haben auch andere Hersteller nachgelegt und eigene eBook Reader mit einer Drahtlosschnittstelle auf den Markt gebracht. Einige sind eher zum Arbeiten, andere eigentlich nur zum eLesen gedacht. Wer ein Mittelding sucht, der ist beim Onyx Boox 60 genau richtig - trotz der größer gewordenen und zum Teil auch günstigeren Konkurrenz.
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