

Das Apple iPad soll nach den Worten von Firmenchef Steve Jobs die Lücke zwischen Laptop und Smartphone schließen. Herkömmliche eBook Reader, will Jobs mit dem iPad gänzlich überflüssig machen. Aber ist das iPad auch dazu gemacht?
Im Gegensatz zu eBook Readern setzt das iPad nicht auf die augenschonende eInk-Technologie, sondern wartet mit einem LC-Bildschirm auf. So verliert das Apple iPad den Vergleich zu klassischen eBook Readern in puncto Lesefreundlichkeit: Zwar löst der Bildschirm des Apple-Sprösslings hoch auf und ist obendrein farbig, aber beim längeren Lesen auf dem iPad stören die Spiegelungen und das Flimmern des Bildschirms.
eBooks von iBooks
Wirklich gut gelungen ist dagegen die Buchhandels-Plattform in App-Form, genannt iBooks. eBooks lassen sich in sekundenschnelle über den iBook Store auf das Apple iPad downloaden – kabellos, versteht sich. Wer mit UMTS überall ins Internet will, ohne auf WLAN-Hotspots angewiesen zu sein, muss dafür tiefer in die Tasche greifen. Dann winkt das unbegrenzte Surferlebnis, das alltägliche Schmöckern in der abonnierten eZeitung, der überall-Zugriff auf Apple iBooks oder Filme anschauen unterwegs.
Seit dem iTunes Update 9.2. können auf dem iPad in iBooks auch pdf-Dateien verwaltet und gelesen werden. Weitere Textdateien können nur als eMail-Anhang geöffnet werden. Auch beim eBook-Lesen gibt es auf dem iPad eine Einschränkung: Es sind lediglich DRM-freie ePub-Dateien darstellbar. Apps können dieses Problem aber lösen. Weil Apple auf einen eigenen DRM-Schutz setzt (FairPlay) können eBooks aus dem Apple iBook Store momentan aber nicht auf anderen eLesegeräten angezeigt werden.
Nicht nur ein eLesegerät
Punkten kann das Apple iPad aber durch seine vielfältigen Textverarbeitungsfunktionen: Es ermöglicht das Erstellen und Bearbeiten von eigenen Dokumenten (mit iWorks App) ebenso wie das Verfassen von Notizen, die anschließend per eMail versendet werden können, und das Markieren und Kopieren bestimmter Textabschnitte. Für Vielschreiber interessant ist die Keybord-Funktion, das Schreiben fühlt sich zwar nicht wie auf einem Laptop an, aber der Touchscreen reagiert schnell.
Eine Kamera fehlt dem iPad (ein Kopfhörer- und ein Mikrofon-Anschluss sind verbaut) ebenso wie ein USB-Anschluss für den Anschluss externer Geräte. So können USB-Geräte , wie eine Kamera oder externe Speichergeräte, nur via Dockingstation an das iPad angeschlossen werden. An den heimischen PC ist das iPad mit einem Apple-USB-Kabel anschließbar.
Alles in Allem bietet das iPad zahlreiche Features, wie Textverarbeitungsfunktionen, einen eMail-Client, einen vollständigen Browser und multimediale Anwendungen - der entscheidende Vorteil des Apple Tablets im Vergleich zu Profi-eReadern. Aber ein aufs eLesen ausglegter eBook Reader ist das iPad nicht.
Lesen Sie auch unseren iPad-eLese-Testbericht im Blog von ebookreader-vergleich.de.
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Sonntag, 21.11.2010
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