

Das nur 170 Mitarbeiter umfassende Berliner Unternehmen Neofonie bringt ein eigenes Tablet auf den Markt, das WeTab. Die Herausforderung ist groß, niemand geringer als Apple muss überboten werden, was dem deutschen David in einigen Bereichen gelingt.
Im direkten Vergleich zum Apple iPad zeigen sich die Stärken des WeTab: So unterstützt das Berliner Tablet Flash-Videos - an die 75 aller Videos im Internet basieren auf Flash -, sowie auf Adobe Air basierende Software und ist vollständig multitasking-fähig.
Fast gleich auf mit Apple
Auf der Hardwareseite punktet das WeTab ebenfalls. Das Tablet des in Berlin ansässigen Unternehmens Neofonie bietet eine WebCam, USB-Schnittstellen, einen Kartenleser sowie einen Mikrofon- und Kopfhöreranschluss. Damit erweitert sich die Einsetzbarkeit des WeTab zum multimedialen Kommunikations-eReader mit vollen Surf- und Web 2.0-Interaktionsmöglichkeiten.
Bei den weiteren Hardwaredetails liegen das WeTab und das Apple iPad fast gleich auf. Das multitouch-Display des WeTab ist mit 11 Zoll etwas größer als das des iPad, kommt damit aber auch ein wenig sperriger und schwerer daher. Bei der Akkulaufzeit schlägt das Apple Tablet den eReader-PC von Neofonie um satte 4 Stunden, auch wenn das erst Praxistest belegen werden können.
Mit Content-Vielfalt punkten
Auf dem auf Linux basierendem WeTab wird das Google Android System laufen, wodurch der Nutzer auch auf den Google Market Place zum Download von Apps zugreifen kann. Zudem steht ein eigener WeTab Store sowie der so genannte Meta-AppStore zur Verfügung. Für diesen können Programmierer eigene Apps entwickeln und selbst vertreiben.
Auch für Content-Anbieter wie Verlage bietet Neofonie ein eigenes Programm an. Mit dem WePublisher-Programm WeMagazine, das direkt mit dem Layoutprogramm Indesign von Adobe zusammen arbeitet, soll die Umwandlung von Print-Zeitungen und Magazinen in ein digitales ePaper vereinfacht werden.
Bislang sind zwar weder ein fixes Verkaufsdatum noch -preis genannt worden, aber mit den umfassenden Funktionen kann das WeTab im Vergleich zum iPad schon jetzt punkten. Und weil Neofonie auf ein möglichst offenes Content- und Kundensystem setzt, dürften das WeTab auch bei den Inhalten vorne liegen.
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Montag, 12.12.2011
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