

Vor dem Apple iPad und lange vor dem WeTab ist das JooJoo hierzulande erhältlich. Das in Zusammenarbeit mit dem Technikblog Techcrunch entwickelte Tablet nutzt die Schwächen der Konkurrenz gekonnt aus - solange es Internetzugang hat.
Statt auf Apps und allerlei andere Einschränkungen beim digitalen Content, wie es das iPad und das WePad vorhaben, setzt der amerikanische Hersteller Fusion Garage beim JooJoo auf die größte Anwendungsquelle, das Internet. JooJoo leitet sich vom westafrikanischem Wort "Juju" ab, was so viel heißt wie "magisches Ding". Magisch ist das Gerät, das Internet im superflachen Format hinter einer dünnen Scheibe bietet, allemal.
Einfach nur ein Browser
Das Geheimnis des JooJoo ist das Betriebssystem, ein optimierter und auf Linux basierender Browser, mehr nicht. Für die Kraft dahinter sorgt ein Intel-Atom-Prozessor und der wirkt. In nur wenigen Sekunden ist das JooJoo nach der Betätigung des einzigen Knopfes einsatzbereit, Internetseiten werden in sekundenschnelle angezeigt, per Touch- und Wischbewegung wird das Internet-Tablet bedient.
Videos im Flash-Format, im Internet auf YouTube oder im besonderen JooJoo Video-Modus werden dank des eingebauten Ion-Grafikchips von Nvidia kann das Gerät Webvideos auch in hoher Auflösung flüssig darstellen. Eine WLAN-Schnittstelle ermöglicht den Internet-Gebrauch im Hotspot-Bereich oder zu Hause, erst im Laufe des Jahres soll eine Version mit UMTS-Anschluss für die Benutzung über das Handy-Netz auf den Markt kommen.
Voll auf's Netz angewiesen
Das zeigt das erste Problem des JooJoo: Weil auf den 4 GB großen internen Speicher keine Dateien geladen werden können, sind eigene Tabellen, Dokumente und Bilder nur über Onlinedienste verwaltet werden können. Ohne Netz funktioniert fast gar nichts, und die Internetlastigkeit lässt auch die Akkulaufzeit von fünf Stunden recht kurz erscheinen.
Auf der Hardwareseite bietet das JooJoo mehr als das iPad. Eine Webcam und ein Mikrofoneingang für Videotelefonie, eine Kopfhörerbuchse und ein USB-Anschluss sind integriert. Im Vergleich zur direkten Konkurrenz, dem WeTab und dem iPad, zeigen sich aber auch Nachteile: Es ist mit 12 Zoll größer und damit unhandlicher und mit 1,1 kg auch schwerer als die Tablet-Konkurrenz.
Das JooJoo bietet auf der Hardwareseite mehr als die Konkurrenz, ist dafür aber auch schwerer und unhandlicher. Auch beim Thema Content hat das JooJoo die Nase vorn. Weil es vollständig webbasiert läuft, kann auf besondere Apps verzichtet werden. Doch das macht kleinere Probleme bei der Dateiverwaltung. Magisch ist es dennoch, wie das JooJoo das Internet in einer hauchdünnen Kiste einfängt.
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Montag, 12.12.2011
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